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PADEL

PADEL – WTF?

HERKUNFT, REGELN, AUSRÜSTUNG - ALLES, WAS DU WISSEN MUSST!


Die Entwicklung von Padel

Seinen Ursprung hat Padel in Mexiko. Enrique Corcuera gilt dabei als Begründer des Padel. Ende der 1960er Jahre baute er, an der gegenüberliegenden Stirnseite eines kleinen an der Wand seines Hauses anliegenden Tennisfeldes, eine ca. drei Meter hohe Wand und schloss beide Spielfeldseiten mit einem Maschendrahtzaun ab. Einer seiner Freunde, Alfonso Hohenlohe aus Spanien, war von dem Spiel so begeistert, dass er Padel nicht nur nach Spanien brachte, sondern auch das Padel-Regelwerk und das Padel-Spielfeld weiterentwickelte. Schon bald darauf wurden die ersten beiden Spielfelder in Marbella gebaut und Padel breitete sich in kürzester Zeit aus. Mittlerweile gibt es in Spanien über zwölftausend Padel-Anlagen mit knapp 5 Millionen Padelspielern. In Deutschland existieren derzeit knapp über 30 Padel-Anlagen, wobei die Padel-Anlage der padelBOX in Köln die derzeit größte Padel-Anlage Deutschlands ist. 

Ein heutiger Padel-Court besteht aus einem Kunstrasen und einer umschließenden Glas-Stahl-Konstruktion. Das Besondere an Padel: der Ball darf gegen diese umliegenden Seiten- und Rückwände prallen. Auch wenn sich das zunächst kompliziert anhört, verhält es sich genau umgekehrt:Padel ist sehr einfach zu lernen. Das Padel-Spiel ist zwar dynamischer, aber wesentlich langsamer als Tennis. Dank des handlichen Padel-Schlägers und seines kurzen Griffs beherrschen auch Anfänger schnell die Grundtechniken des Padelspiels. Für Padel-Könner besteht der Reiz des Spiels darin, dass es sich bei Padel um ein dreidimensionales Spiel mit taktischer Finesse und spektakulären Ballwechseln handelt. 

Seit 2005 existiert die World Padel Tour, eine Pro-Tour nach dem Vorbild der ATP im Tennis. Bislang wird Padel aufgrund seiner historischen Entwicklung dort hauptsächlich von Padelspielern aus Spanien, Argentinien, Brasilien und Mexiko dominiert.

Padel-Schläger

Padel-Schläger sehen aus wie moderne Beachtennis-Schläger. Die Padel-Schläger müssen die Maximalmaße von 45,5 cm in der Länge, 26 cm in der Breite sowie 38 mm Stärke einhalten. Die Schlagfläche sollte eine Länge von 30 cm und eine Breite von 26 cm nicht überschreiten. Generell sollte sie plan sein, die Oberflächenstruktur im Speziellen kann glatt oder aufgeraut sein.

Am Griffende eines Padelschlägers befindet sich ein Riemen oder eine Kordel, die um das das Handgelenk angebracht wird. Diese soll verhindern, dass der Padelschläger aus der Hand rutscht und eventuell Spieler verletzt. Padelschläger sind solide ohne Bespannung. Die Konstruktion besteht meist aus Schaumstoff als Kern mit einer stabilen glatten Kunststoffhaut verschiedener Stärke. Bei höherwertigen Padelschlägern ist sie oft mit Kohlenstofffasern in mehr oder weniger großen Anteilen verstärkt. Preise für Padelschläger beginnen bei ca. 30 Euro und reichen bis zu 400 Euro.

Regelwerk in Anlehnung an den Deutschen Padel Verband

Padel hält sich an die Grundregeln des Tennis, so ist zum Beispiel die Zählweise der beiden Sportarten identisch. Dennoch weist Padel einige Unterschiede und Besonderheiten auf. Hierzu gehören vor allem die strategische und systematische Verwendung der Rück- und Seitenwände und die „Angabe von unten”. 

1. Der Padel Court

Das Spielfeld eines Padel Courts oder auch Padel-Platzes ist 20 Meter lang und 10 Meter breit. Es ist in der Mitte durch ein Padel-Netz in zwei Hälfte geteilt. Die Linien des Spielfeldes ähneln stark den Tennislinien und haben ähnlich Bedeutungen. So wird das Feld beim Padel ebenfalls durch Aufschlagslinien aufgeteilt.

Umgeben ist der Padel-Platz von 3m bzw. 4m hohen Rück- und Seitenwänden, die ins Spiel einbezogen werden dürfen. Für die Rückwände besteht laut Regelwerk keine Pflicht für die Verwendung von Glas, obwohl die meisten Courts aus Glas sind. Genauso gut kann für einen Padel Court anstatt des Glases auch eine Betonwand oder eine Wand mit ähnlichen Merkmalen gewählt werden. Die restlichen Elemente der Seiten- und Rückwände eines Padel-Platzes müssen jedoch aus einem metallischen Drahtzaun bestehen.

Das Padelnetz ist nur geringfügig niedriger als ein Tennisnetz. Während ein Padelnetz in der Mitte des Netzes 0,88 m hoch sein soll, sieht das Regelwerk des Tennis hier eine Höhe von 0,914 m vor. Auch an den äußeren Rändern des Netzes unterscheiden sich die beiden Sportarten (Padel: 0,92 m; Tennis: 1,07 m).

Das Regelwerk empfiehlt als Bodenbelag für einen Padel Court einen Kunstrasen, der mit Quarzsand aufgefüllt wird. Nur so erreicht der Kunstrasen die notwendige Härte, damit der Padelball ausreichend vom Boden abspringt.

2. Der Padel Aufschlag

Ein Spiel bzw. ein Ballwechsel im Padel beginnt mit dem Aufschlag. Anders als im Tennis wird dieser jedoch „von unten”, d.h. unterhalb der Hüfte, ausgeführt. Dabei muss sich der Aufschläger mit beiden Füßen hinter der Aufschlagslinie und zwischen der Mittellinie und der Seitenwand befinden. Der Spieler muss den Ball mindestens einmal mit der Hand auf den Boden werfen (tippen) und den Ball beim Hochspringen des Balls unterhalb seiner Hüfte treffen. Der Ball muss vom Aufschläger ins diagonal gegenüberliegende Aufschlagsfeld geschlagen werden. Der Aufschlag ist dann nur fehlerfrei, wenn der Ball innerhalb des gegnerischen Aufschlagfeldes den Boden berührt.

Der erste Aufschlag eines jeden Aufschlagspiels wird von der rechten Aufschlagseite des Aufschlägers in das linken Aufschlagsfeld geschlagen. Der nächste Aufschlag wird von der linke Aufschlagseite in das rechte Aufschlagfeld des Gegners geschlagen, usw. Diese Reihenfolge wird dauerhaft beibehalten.

3. Punktevergabe beim Padel

Während eines Ballwechsels können beide Spieler eines Teams ohne Einhaltung einer Reihenfolge den Ball spielen. Dabei kann der Ball auch (außer bei der Angabe) als Flugball oder Volley gespielt werden. Ein Padel-Team gewinnt einen Ballwechsel, wenn der Ball zweimal im gegnerischen Spielfeld aufkommt, der Ball nach Berührung des gegnerischen Spielfeldes den Court verlässt (und außerhalb des Feldes den Boden berührt) oder das gegnerische Team den Ball ohne vorherigen Bodenkontakt an die Rück- und Seitenwände spielt. Wenn ein Spieler das Netz oder die Netzkonstruktion berührt oder den Ball über dem Netz (d.h. im gegnerischen Feld) spielt, verliert sein Team den Punkt.

4. Zählweise beim Padel

Padel wird immer im Doppel gespielt, sodass auf jeder Seite des Feldes ein Team aus zwei Padel-Spieler/-innen steht. Nur der Aufschläger hat eine feste Position auf dem Spielfeld. Die anderen drei Spie ler könn en sich innerhalb ihres Spielfeldes frei bewegen und sich so ihre gewünschte Position suchen. Die Zählweise bzw. Punktevergabe im Padel orientiert sich an der Zählweise des Tennis. Das Team, das den ersten Punkt macht, zählt „15" und führt in dem Fall „15 zu Null”. Gewinnt das Team ebenfalls die Punkte zwei und drei führt das Team „30 zu Null” (nach dem 2. Punkt) bzw. “40 zu Null” (nach dem 3. Punkt). Bei Gewinn des vierten Punktes hat das Team das „Spiel” gewonnen. Wenn beide Teams jeweils drei Punkte gewonnen haben (40:40) spricht man von einem „Einstand”. In diesem Fall entscheidet nicht der vierte gewonnene Punkt das Spiel, sondern ein Team benötigt zwei Punkte Vorsprung, um das Spiel zu gewinnen. Gewinnt ein Team nach Gleichstand einen Punkt, zählt es „Vorteil”. Bei einem weiteren Punktgewinn hat das Team das Spiel gewonnen, während es bei einem Punktverlust wieder zum Gleichstand kommt.

Das Team, das zuerst sechs Spiele in einem Satz gewinnt und dabei einen Vorsprung von mindestens zwei Spielen (z.B. 6:4) hat, gewinnt den Satz. Im Falle eines Gleichstands bei 5:5 müssen die Teams noch mindestens zwei weitere Spiele (bis zum 7:5) spielen. Bei einem Gleichstand bei 6:6 kommt es zum Tie-Break, der über Gewinner und Verlierer des Satzes entscheidet. Ein Padel-Match bzw. eine Padel-Partie ist gewonnen, wenn ein Team zwei von drei möglichen Gewinnsätzen für sich entscheidet.

5.Tie-Break

Im Tie-Break werden die Punkte 0,1,2,3, usw. gezählt. Gewonnen hat, wer zuerst sieben Punkte für sich entscheiden kann und dabei gleichzeitig min. zwei Punkte Vorsprung hat. In dem Fall gewinnt er sowohl das Padel-Spiel als auch den Satz (mit 7:6).

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